Noch während der Dauer der aktuellen Ausgangssperre hat die katalanische Regierung entschieden, diese um weitere 10 Tage zu verlängern. Mit der vorgezogenen Ausdehnung der Maßnahme soll verhindert werden, dass die Krankenhäuser überlastet werden.

KATALONIEN/ EUROPAPRESS: Die Generalitat hat auf Empfehlung von ProciCat bereits Ende dieser Woche angeordnet, die Ausgangssperre bis zum 23. November zu verlängern. Weitere 10 Tage der Beschränkungen von sozialen Aktivitäten und Mobilität sind notwendig, um mit der Deeskalation beginnen zu können. Das teilte ein Regierungssprecher auf der offiziellen Pressekonferenz mit. 



Auf Rat des Katastrophenschutz-Komitee von Procicat wurde am Donnerstag festgelegt, die bisherigen Maßnahmen beizubehalten. Die am 23. November beginnende Reduzierung der aktuell geltenden Maßnahmen werden sich vor allem die Gastronomie und sportliche Aktivitäten auswirken.

In diesem Zuge verlängert sich ebenfalls das Verbot der nächtlichen Aktivitäten genau wie die Verordnung, sich nur innerhalb des eigenen Wohnorts aufzuhalten. Nach wie vor gilt das Ausgangsverbot von 22-6 Uhr. Die Einschränkung der Mobilität an den Wochenenden hat weiterhin von Freitag 6 Uhr bis Montag 6 Uhr Gültigkeit.

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Der katalanische Innenminister Miquel Sàmper sagte diesbezüglich, dass, dass die nächtliche Ausgangssperre „wohl auch länger bestehen bleiben wird“.

Doch ab 23. November dürfen Aktivitäten im Freien wieder aufgenommen werden. Dies bedeutet, dass Bars und Restaurants zumindest ihre Terrassen wieder nutzen können. Dies teilte der Direktor des regionalen Gesundheitsamts, Josep Maria Argimon mit.

Darüber hinaus wird derzeit darüber beraten, ob es gastronomischen Betriebe auch erlaubt werden solle, mittags wenigstens 50% der Innenbereiche öffnen zu lassen. Auf diese Weise wäre immerhin das Mittagsgeschäft möglich. Seitens der Gastronomie hält man dies allerdings für unsinnig. So etwas verursacht mehr Kosten als Gewinn, für solche Pläne sollte man die Unternehmen selbst konsultieren, ist die Meinung vieler Restaurantbetreiber.

Weitere 10 Tage sind unverantwortlich

Bars und Restaurants, die kein „außer-Haus“-Service anbieten, mussten am 15. Oktober vollständig schließen. Ab. 23. November werden sie zumindest ihre Terrassen wieder nutzen können.

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Viele Restaurants sind derzeit geschlossen (Foto: ACN)

Der Gastronomie-Verband Fecasarm hält es für „absolut nicht gerechtfertigt“ die Bars und Restaurants weiterhin geschlossen zu halten. Man ist der Ansicht, dass die Regierung hierbei „ohne Rücksichtnahme“ entscheidet „und mit ihren Maßnahmen“ das Überleben Tausender Familien „gefährdet.

In einer Erklärung kündigte Fecasarm an, gegen die Verlängerung der Maßnahme um weitere 10 Tage zu klagen. „Die Wiedereröffnung der Terrassen am 23. November kommt viel zu spät.“ Man ist mehr als verärgert über die bereitgestellten Hilfen, die nicht einmal 3% der Verluste der Betriebe des Sektors abdecken.