Der Zivilschutzorganisation ProciCat war bereits mit dem Vorschlag des Gesundheitsamtes einverstanden. Die neue Verordnung die Treffen mit maximal 6 Personen vorschreibt, wurde nun auch vom Verfassungsgericht bestätigt.

Die Situation der Covid19-Pandemie hatte sich innerhalb der letzten Tage wieder etwas verschlechtert.  Diesbezügliche Maßnahmen waren zu Erwarten und nur eine Frage der Zeit. Bereits Anfang der Woche war im Gespräch, das Limit der Personen bei Treffen mit Familie oder Freunden erneut zu reduzieren. „Es ist besonders wichtig, die sozialen Aktivitäten so weit wie möglich einzuschränken”, sagte der Sekretär des Gesundheitsamtes Josep Maria Argimon.

Parallel dazu appellierte die Regierung an die Mithilfe der Bevölkerung, um die Lage wieder unter Kontrolle zu bekommen. „Wir waren auf einem guten Weg”, sagte Präsident Quim Torra am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Doch „aktuell ist die Situation, besonders in der Hauptstadt Barcelona, wieder besorgniserregend.“

Treffen mit maximal 6 Personen 

Bisher beschränkte sich die Verordnung auf ein Limit von 10 Personen bei Aktivitäten im Familien- bzw. Freundeskreis. Dies basierte auf der Erkenntnis, dass in den zurückliegenden Wochen sozialen Aktivitäten Grund für die Mehrheit neuer Coronavirus-Fälle war. Das katalanische Gesundheitsamt hatte es bereits vor Tagen der Regierung und dem Zivilschutz empfohlen, welche umgehend zustimmten.

Coronavirus, Barcelona, Katalonien, Covid19, Pandemie, Vorschriften
Regierungschef Quim Torra bei Pressekonferenz der Generalitat (Foto: ACN)

Da es sich dabei allerdings um die Einschränkung der Rechte der Bevölkerung handelt, war die Bestätigung des Verfassungsgerichts TSJC nötig. Am heutigen Freitag gab es die Bestätigung, damit die Verordnung in den offiziellen Mitteilungen der Regierung, DOGC veröffentlicht werden kann.

„Wir sind uns vollkommen im Klaren darüber, woher die meisten neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus kommen. Es sind die Treffen mit Familienmitgliedern, oder Freunden und Bekannten, die man nur alle 14 Tage mal sieht. Dabei wird scheinbar nicht genug auf Abstand und Sicherheitsmaßnahmen geachtet. Aus diesem Grund werden bis auf Weiteres nur noch Treffen mit maximal 6 Personen erlaubt sein“, so der Sprecher der Regionalregierung.

Davon ausgenommen sind lediglich Demonstrationen, religiöse Aktivitäten, der öffentliche Nahverkehr, Bildungseinrichtungen, außerschulische und kulturelle Veranstaltungen. Auch nicht betroffen sind Bibliotheken, Freizeitparks und Museen.

Traditionen und volksfeste

Die Entscheidung wurde bereits in den offiziellen Mitteilungen der Regierung DOGC veröffentlicht und (voraussichtlich Anfang kommender Woche), tritt somit am heutigen Samstag, den 25. September in Kraft. Sie wird dann vorerst für 15 Tage gelten

Coronavirus, Barcelona, Katalonien, Covid19, Pandemie, Vorschriften
Städtischer Mitarbeiter reinigt Spielplatz in Poblenou (Foto: Archiv BarcelonAlemany.com)

Spielplätze geöffnet

Laut dem Zivilschutz, der in Katalonien während der Pandemie als Krisen-Management fungiert, sollen aber Parks und Spielplätze weiterhin zugänglich sein. Die Generalitat jedoch hat die Bürger aufgerufen, die Orte „in vernünftiger Form“ zu nutzen. Eltern sollten mit ihren Kindern nicht zu lange bleiben vermeiden, dass sich zu große Gruppen bilden.
Diesbezüglich hat die katalanische Regierung die Stadtverwaltungen gebeten, vor allem den Zugang zu kleineren Parks und Spielplätzen notfalls zu kontrollieren. Sie wurden ebenfalls darauf hingewiesen, verstärkt auf die Hygiene und die Reinigung der Installationen zu achten, mit den die Kinder spielen.