Woher stammt eigentlich dieses gigantische Meerestier am alten Hafen?

Zweifellos ist Barcelona „Gaudis Stadt“. Doch so manches Mal fühlt man sich auch wie in einem dreidimensionalen Zoo von Salvador Dali. Lässt man die Statuen von Königen, berühmten Komponisten, Heiligen und anderen Helden mal außer Acht, trifft man nämlich neben einer koketten Giraffe, einer fetten Katze, einem nachdenklichen Stier und einem goldenen WalAber eben auch auf die überdimensionale Darstellung eines Meerestieres. 

Viele werden sicher sofort wissen, dass es sich dabei um die riesige Gamba mitten auf dem ‚Passeig de Colom‘ handelt, die im Laufe der Zeit und mit dem Besuch tausender Touristen sogar zu einem der meistfotografierten Objekte geworden ist. Der Eine oder Andere erkennt darin vielleicht eher eine Languste oder einen riesigen Krebs wieder, aber Kunst liegt ja bekanntlich auch im Auge des Betrachters.

Wie die meisten andere Monumente auch, so hat ihre Geschichte ebenfalls mit einem besonderen Ereignis zu tun. In ihrem Fall mit den olympischen Spielen, die 1992 in der der Stadt ausgetragen wurden. Von denen Barcelona nebenbei bemerkt erheblich profitierte, denn die Metropole wurde im Zuge der traditionellen Sportevents gründlich auf Vordermann gebracht. Dabei entstanden auch eine Vielzahl neuer Restaurants auf der „Moll de la Fusta“. Und genau eines dieser Lokale hatte die Idee, sich eine riesige Gamba vor die Tür zu stellen – es ist unbestritten, dass es ausschließlich zu Werbezwecken diente.

Kurioserweise hieß der Künstler dieser Skulptur Mariscal. Und dieser Javier Mariscal war kein Geringerer als der Erfinder von Cobi (dem Maskottchen der olympischen Spiele die 1992 in der Stadt ausgetragen wurden) mit dem sich der namhafte Designer wohl am Ende noch bekannter machte. Das Restaurant schloss eines Tages, doch die Gamba blieb. Die Stadtverwaltung kaufte sie und installierte sie dort wo sie bis heute steht.