Die katalanische Regierung hat auf Empfehlung von ProciCat entschieden, dass es mit der Deeskalation nicht wie geplant weitergehen wird. Der Beginn der Phase 2 muss aufgrund der Lage noch warten.


KATALONIEN / EUROPA PRESS: Wie bereits angedeutet, hat die Generalitat bekanntgegeben, dass am Montag nicht wie vorhergesehen, die nächste Phase der Deeskalation beginnt. „Der Schritt in die Phase 2 muss noch warten“, sagte ein Sprecher der katalanischen Regierung am Mittag auf der Pressekonferenz.



Während des Meetings des Krisenstabs des Zivilschutzorganisation (ProciCat) kam man zu dem Schluss, dass die aktuelle Entwicklung der Pandemie keine Konditionen zum Fortschritt der Deeskalation bieten. Die am Donnerstag veröffentlichten Daten zeigen, dass die Infektionsrate über der Marke von 0,9 Punkten und damit über dem Schwellenwert liegt, der als Bedingung für den Übergang in die Phase 2 festgelegt wurde.

Des Weiteren appellierten die Verantwortlichen der Gesundheitsbehörden an die Bevölkerung, das lange Wochenende nicht für unnötige soziale Aktivitäten zu nutzen. Wir können nicht riskieren, dass sich die Situation der Pandemie noch weiter verschlechtert.

Und was passiert mit Weihnachten? 

Der Plan Regierung war, Weihnachten bereits die dritte Phase der Deeskalation erreicht zu haben. Dies ist nun nicht mehr möglich, da sich alles um mindestens fünfzehn Tage verzögert. Trotz allem hält die Regierung derzeit an dem Plan fest, den sie an diesem Mittwoch angekündigt hat. Ein Plan, der Ausnahmen für bestimmte Feiertage vorsieht. Der stellvertretende Direktor von ProciCat, Sergio Delgado, hatte bereits zuvor gewarnt, dass „wir kein normales Weihnachten verbringen werden können“.

Welche Auswirkungen hat die Entscheidung

Da die Phase 2 noch warten muss, werden auch das auch die Einkaufszentren tun. Diese sollten ab Montag öffnen. Ebenfalls wirkt sich die Entscheidung auf die Kapazität von Bars, Restaurants und Geschäfte aus. Diese hätten ab der kommenden Woche wieder eine größere Fläche nutzen können.

Auch Fitness-Center und andere sportliche Einrichtungen sind betroffen. Diese hätten ab dem 7. Dezember auch in Innenbereichen wieder 50% der üblichen Kapazitäten zur Nutzung anbieten können. Somit bleibt es vorerst nur den Outdoor-Bereichen vorbehalten.

Im Kulturbereich bleibt das Limit der Nutzung, beispielsweise von Museen, Bibliotheken und Konzertsälen bei 50% und maximal 500 Personen. Darüber hinaus wird man an den Wochenenden auch weiterhin innerhalb seines Wohnorts bleiben müssen. 

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Überblick der einzelnen Phasen der Deeskalation in Katalonien (Grafik: BarcelonAlemany.com / Quelle: Gencat.cat)