Die Regionalregierung hat die Anti-Covid19-Maßnahmen in Barcelona verlängert und in einigen Punkten auch verschärft. Die Mehrzahl der Neuinfektionen resultieren aus Treffen mit Familie oder Freunden. Aus diesem Grund konzentrieren sich die Einschränkungen der kommenden 15 Tage weiterhin auf die „Verringerung der sozialen Aktivität“.


Bereits vor Wochen hatte die Generalitat Einschränkungen verordnet. Damit sollten den neuen Ausbrüchen des Coronavirus in der Stadt und der Umgebung entgegengewirkt und weitere Infektionen verhindert werden.

Laut Gemma Tarafa (Leiterin des örtlichen Gesundheitsamtes) handelt es sich um „derzeit notwendige Maßnahmen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen“. Sie machte aber (wie bereits Bürgermeisterin Ada Colau) deutlich, dass ein erneuter Alarmzustand nur der letzte Ausweg sei.

Wie Barcelonalemany berichtete, hatte die Zentralregierung entschieden, dass ein Alarmzustand nun auch von den einzelnen Regionalregierungen selbst verhängt werdn darf.

Tarafa fügte hinzu, dass die Maßnahmen, die bekanntgegeben wurden, „insbesondere auf die Verringerung der sozialen Aktivität“ abzielen. Der Grund sind Treffen mit Familie und Freunden oder im Rahmen von Freizeitaktivitäten. Diese sind laut Statistiken der Auslöser der überwiegenden Mehrheit der derzeitigen positiven Ergebnisse in und um Barcelona. „Wir müssen einen Schritt zurücktreten um anschließend drei oder vier Schritte vorwärts machen können.“

Bekanntgegeben hat die neuen Maßnahmen gegen Covid19-Infektionen der stellvertretende Bürgermeister und Verantwortliche für Prävention und Sicherheit, Albert Batlle. Ebenfalls erklärt er, dass die Guàrdia Urbana damit beginnen wird, Bußgelder an Personen zu verhängen, die keine Maske tragen.

Regierung bittet, das Haus nicht unbedingt zu verlassen

Das Mitglied und Sprecherin der katalanischen Regierung, Meritxell Budó, bezog sich auf die Maßnahmen, die bereits für drei Bezirke in L’Hospitalet de Llobregat gelten. „Diese werden nun auch in Barcelona und einigen umliegenden Gemeinden angewendet.“

„Nicht zurück zur März-Situation“

Budó warnte, dass die aktuelle Situation „schwierig“ und die Situation „sehr kompliziert“ sei. Ausserdem müsse „schnell gehandelt werden muss, um nicht zu einer Situation zurückzukehren, wie wir sie bereits im März hatten.“

„Wir appellieren an all diejenigen, die die bisher geltenden Maßnahmen vernachlässigt haben. Wir stehen vor der letzten Chance, diese zu kontrollieren. Und wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um einen zweiten Lockdown zu vermeiden. Wir bitten auch Jeden, an diesem Wochenende nicht in Zweitwohnungen zu reisen.“

Aktuelle Meldung und das Wichtigste des Tages

Die Maßnahmen umfassen unter anderem die Begrenzung der Kapazität in gastronomischen Betrieben. Ebenfalls will man mit den Einschränkungen erreichen, die sozialen Aktivitäten so weit wie möglich zu reduzieren, wie es bereits in L’Hospitalet gehandhabt wurde.

„Erneute Bewegungsbeschränkungen sind bisher ausgeschlossen“, sagte der Generaldirektor für Katastrophenschutz im einem Interview mit TV3. Wir empfehlen aber den Bürgern von Barcelona „​​alle unnötigen Reisen zu vermeiden.“

Im Hinblick auf den Wiederbeginn der Schule und das Ende der Hauptreisezeit nach der viele Menschen wieder zur Arbeit gehen, sagte Präsident Torra, dass man sich in entscheidenden Woche befinde“. Gerade jetzt müssen alle Bürger dabei helfen, die Pandemie einzudämmen. Die Mehrzahl neuer Fälle von Coronavirus resultieren aus sozialen Aktivitäten, die „aus diesem Grund unbedingt weiter eingeschränkt werden müssen. Nur auf diese weise kann die Kurve der Zahlen neuer Covid19-Zahlen unter Kontrolle gebracht werden.

Anti-Covid19-Maßnahmen in Barcelona verlängert

  • Es ist nur eine Empfehlung, doch soll das Haus nicht verlassen werden, wenn es nicht unbedingt notwednig ist. Aktivitäten wie Einkaufen, Arbeiten, Besuch von Gesundheitszentren, Sport (einzeln oder mit Personen aus dem gleichen Haushalt), Pflege älterer oder abhängiger Personen, seien davon ausgeschlossen.
  • Verbot von Treffen oder Versammlungen von Freunden oder in Familie mit mehr als 10 Personen.
  • Gastronomische Betrieben mit Nachtkonzession (Diskotheken, Festsäle, Nachtbars) bleiben weiterhin geschlossen.
  • Auch die Limitierung der Kapazität in Unterhaltungsstätten (Kinos, Theater), Eventlocations und Fitnessstudios, Freizeitparks bleibt bestehen
  • Die Kapazität der Innenbereiche von Restaurants und Bars wird auf 50% limitiert. Verzehrt werden darf nicht an der Bar, nur an Tischen. Zwischen diesen, bzw. zwischen Gruppen muss ein Mindestanstand von 1,5 Metern garantiert sein.
    Die Kapazität der Terrassen wird erneut auf 50% limitiert, ebenfalls muss ein Mindestabstand von 2 Meter gewährleistet werden.
    Sowohl Bars als auch Restaurants müssen spätestens um 1 Uhr morgen schliessen. Neue Gäste dürfen nur bis Mitternacht angenommen werden.
  • Bibliotheken, sonstige Archive und Museen bleiben geöffnet
  • Hotels müssen die Auslastung der Gemeinschaftsbereiche auf 50% beschränken.
  • können Dienstleistungen anbieten, aber der direkte Kontakt mit Kunden sollte vermieden werden.
  • Kommerzielle Aktivitäten sind erlaubt, jedoch nur nach Vereinbarung.
  • Schwimmbäder und Strände bleiben geöffnet. Die Besucherzahlen der Strände in Barcelona bleibt weiterhin kontrolliert. Die Situation an den Strandabschnitten kann in Echtzeit abgefragt werden.
  • Casals und Sommerferienlager werden weiter betrieben.
  • Innerhalb der landesweit in Kraft getretenen verschärften Regelungen ist auch das Rauchen ist in der Öffentlichkeit untersagt. Dies gilt immer dann, wenn der Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern nicht eingehalten werden kann.

Die Metropolregion von Barcelona umschließt zwar 36 Gemeinden. Die von der Generalitat angekündigten Maßnahmen betreffen allerdings nur die Stadt Barcelona selbst und 15 weitere Ortschaften.

Zuletzt wurden die verschiedenen Einschränkungen am Dienstag, den 18. August verlängert. Am gestrigen 1. September wurde offiziellen Mitteilungen der Regionalregierung DOGC nun eine erneute Verlängerung veröffentlicht. Diese gilt vorerst für die kommenden 15 Tage.