Die Guàrdia Urbana hat täglich rund 1.700 Verwarnungen an Personen ausgesprochen, die ihre Maske nicht trugen. Die Generalitat teilt mit, dass es Bußgelder geben wird und erweitert die Ausnahmen der Maskenpflicht.

Die katalanische Regierung hat den Vorschlag mehrerer Fraktionen im Parlament gebilligt. Danach wird die Polizei aufgefordert, Bußgelder zu verhängen. Ebenfalls wurden die Ausnahmen der Maskenpflicht etwas angepasst

Seit dem 9. Juli hat die Guardia Urbana jeden Tag durchschnittlich 1.700 Ermahnungen an Bürger ausgesprochen, weil sie nicht, wie vorgeschrieben, eine Maske trugen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Diese Daten wurden vom stellvertretenden Bürgermeister und Verantwortlichen für Prävention und Sicherheit, Albert Batlle, dem Parlament vorgelegt. Der Vorschlag zur Intensivierung der Sanktionen, den verschiedene Parteien unterstützten, wurde einstimmig angenommen. Derzeit wird ebenfalls darüber beraten, kostenlose Masken für die am stärksten gefährdeten Menschen zu verteilen.

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„Wir befinden uns in einer Risiko-Phase, weil die Dinge nicht so laufen, wie sie sollten“, warnte Batlle und richtet vor allem an jüngere Bürger. „Wir sind besorgt darüber, dass auch viele junge Menschen unter den neusten positiven Covid19-Fällen sind. Wir müssen ihnen klar machen, dass sie genauso gefährdet sind.“

Aus diesem Grund hat er sich für Sanktionen für Bürger ausgesprochen, die sich nicht an die von der Generalitat am 8. Juli verabschiedeten Regelung halten.

Eigenveranstwortung der Bürger

Der stellvertretende Bürgermeister sagte weiter: „wir benötigen die Mitarbeit und die Eigenverantwortung der Bürger“, damit „die Situation nicht wieder vollkommen außer Kontrolle gerät“. Daher erklärte er, dass er ab diesem Donnerstag der Präfektur La Urbana befehlen werde, „diese besorgniserregende Situation einzudämmen, in der wir uns zum Scheitern verurteilt sehen können, wenn wir die Dinge nicht richtig machen“.

Nachdem der oberste Richter der Entscheidung der Generalitat zustimmte treten die neuen Maßnahmen gegen weitere Covid19-Infektionen am Samstag um 9.00 Uhr in Kraft. In diesem Zusammenhang wird die Guàrdia Urbana mit Geldstrafen für Personen beginnen, die keine Maske tragen. Dies Verwendung von Masken ist seit dem 9. Juli obligatorisch, auch wenn der Abstand zu anderen Personen eingehalten werden kann.

Wie hoch ist die Strafe. Ohne triftigen Grund keine Maske zu tragen, ob im Freien oder sonstigen öffentlichen Einrichtungen kann mit einer Geldstrafe von 100 Euro geahndet werden.

Ausnahmen bei der Maskenpflicht

Das regionale Gesundheitsamt hat außerdem die Vorschriften für die Verwendung von Masken während der Zeit nach dem Alarmzustand aufgrund der Covid-19-Pandemie aktualisiert. 

Die Änderung betrifft das Tragen der Gesichtsmasken am Arbeitsplatz. Laut den Bestimmungen, die von der katalanischen Regierung bekanntgeben wurden, ist es nicht mehr unbedingt erforderlich, sie in jedem Moment zu tragen, wenn alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden. 

Obwohl weiterhin empfohlen, können Arbeitnehmer, solange die Entfernungen zu anderen Personen eingehalten werden können, darauf verzichten. Dies gilt, wenn sie an einem festen Platz oder Schreibtisch tätig sich dabei nicht von dort wegbewegen und solange sie nicht direkt mit Publikumsverkehr zu tun haben.

Wann soll man Maske tragen und wann nicht?

Die Maske bleibt obligatorisch, wenn der Arbeitnehmer das Gebäude seines Arbeitsplatzes betritt oder verlässt. Ebenfalls bleibt es Pflicht, die Maske zu tragen, wenn man auf die Toilette geht, auf dem Weg in ein anderes Büro oder anderen Raum auf dem Gelände. 

Arbeitnehmer die Tätigkeiten ausführen, die körperliche Anstrengung erfordern (z. B. in der Bauindustrie), müssen weder drinnen noch draußen eine Maske tragen.