AKTUALISIERT: 22.04. 12:41 Uhr

Kinder nach draussen, weiterhin kein Reisen, bald wieder Bicing – aktuelle Infos in unseren Kurznachrichten zusammengefasst.

Einschränkungen für Flugreisen verlängert

Die Zentralregierung hat diesen Dienstag im Zuge der Verlängerung des Notstands auch die temporäre Beschränkung der Flugreisen bis in den Mai erweitert. Nicht notwenige Reisen innerhalb der EU / den Ländern des Schengen-Abkommens bleiben danach bis 15 Mai eingeschränkt.

Mit der Entscheidung, veröffentlicht in den offiziellen Mitteilungen des Staates BOE, folgt man den Maßnahmen des Europäischen Rates, die am 17. März ergriffen wurden, um die Ausweitung der Pandemie zu begrenzen.

Darin heißt es, die einzigen Personen, denen das Reisen gestattet ist, sind Menschen, die in ihr Heimatland zurückkehren, bzw. in das Land in dem sie eine Aufenthaltsgenehmigung haben oder Geschäftsreisende. Ebenfalls autorisiert ist medizinisches Personal, Angestellte im Transportwesen, Militärangehörige, Diplomaten oder Menschen mit nachweislich dringenden Familienangelegenheiten.

Einreisen nach Spanien ist nur Staatsangehörigen bzw. Residenten erlaubt.

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Name und Telefonnummer obligatorisch bei Bahntickets

Renfe ändert ab Montag die Konditionen beim Ticketverkauf. So wird es sogenannte personalisierte Fahrkarten geben, die von den Reisenden nur noch erworben werden können, unter Angabe von Namen, Telefonnummer und anderen Kontaktdaten

Dabei handelt es sich um eine “präventive” Entscheidung aufgrund der aktuellen Coronavirus-Gesundheitskrise. Wie von einem Bahnsprecher mitgeteilt wurde, möchte man dadurch näher am Kunden sein und diese einfacher über eventuelle Zwischenfälle informieren können.

Im Speziellen soll es dem Bahnbetreiber helfen, die Fahrgästen umgehend kontaktieren zu können, im Falle eines möglichen Kontakts mit Covid19-Infizierten. So könne man schnellstens die medizinischen Sicherheits-Protokolle einleiten. Renfe versichert, dass die Nutzung dieser Daten allen gesetzlichen Vorschriften des Datenschutzes entspricht.

Bicing wieder verfügbar

Die Stadtverwaltung studiert die Möglichkeit, die öffentlichen Leihfahrräder wieder zur Verfügung zu stellen. 

Parallel zum Beginn des Coronavirus-Notstand wurde das das BICING am 16. März vorrübergehend stillgelegt. Rund 5 Wochen danach will man diesen wieder in Betrieb nehmen. Man berate sich derzeit mit den Verantwortlichen anderer Grossstädte und hofft in den nächsten Tagen eine Entscheidung fällen und positive Nachrichten geben zu können. Damit möchte man denjenigen Menschen die seit dieser Woche wieder zur Arbeit gehen können, die Möglichkeit geben, die auf umweltschonende Weise zu tun. Derzeit seien die Straßen viel leerer und das Fahrradfahren dadurch auch ein stückweit sicherer.

Die Gewerkschaft CGT dagegen kritisiert den Plan und argumentiert, dass es nicht viel Sinn mache, während die Mehrzahl der Nutzer von dem Service derzeit keinen Gebrauch machen kann. Außerdem könne der Virus bis zu drei Tagen auf Oberflächen überleben und es wäre schlicht unmöglich die nötige Reinigung alle Räder und Stationen sicherzustellen.

Immense Anzahl von Strafzetteln

Die Mehrheit der Bevölkerung ist in diesen Tagen durch die Auflagen des Notstands zu Hause. So sollte meinen, dass die Sicherheitsbehörden während der bisher fünfwöchigen Ausgangsbeschränkung eher weniger zu tun haben. Doch weit gefehlt.

Strassenkontrolle der Mossos d’Esquadra in Barcelona. Foto: Toni Albir

Sowohl die Mossos D‘Esquadra, als auch die Einheiten der Policies Locals und der Guardia Urbana haben aktuell alle Hände voll zu tun. Auf öffentlichen Straßen und Plätzen sollen sich eigentlich nur Personen aufhalten, die einen der berechtigten Gründe dazu haben. Trotzdem wurden bsi zum heutigen Tag über 70.000 Strafzettel ausgestellt. 

Dabei wurden Leute bei den unterschiedlichsten Aktivitäten erwischt und die Polizeibeamten mussten sich auch die absurdesten und teilweise dümmsten Ausreden anhören. 

Ein junger Mann war wurde mit 1,5 kg Marihuana erwischt. Misstrauisch wurde man bei seiner Aussage, auf dem Web zum Friseur zu sein. Andere trafen sich an einem öffentlichen Grillplatz zu einer Calçotada. Und auch an verschiedenen Stränden wie zum Beispiel in Sitges wurden mehrere Personen aus dem Polizeihubschrauber beobachtet. Der Fluchtversuch in einen nahegelegenen Wald endete mit der Erklärung, man sei auf der Suche nach Kaminholz. (Quelle Mossos d’Esquadra)

Galerie der menschenleeren Stadt

Regierung lässt Kinder raus

Es wurde bereits im Zusammenhang mit der Mitteilung über die Verlängerung des Notstands angedeutet. Nun hat die Regierung grünes Licht gegeben. 

Auf ihrer Pressekonferenz hat die Sprecherin des Ministerrats María Jesús Montero bestätigt, dass ab Montag den 27. April Kinder bis 14 Jahren die Möglichkeit haben, das Haus zu verlassen. Diese dürfen dann den Elternteil, bei dem sie wohnen, bei den Aktivitäten, die innerhalb der Maßnahmen während der Coronavirus-Krise erlaubt sind (Einkauf, Apotheke, Bank, etc.) begleiten. 
Nach heftigen Kritiken von verschiedenen Seiten hat die spanische Regierung sich dann noch einmal selbst korrigiert sich nach Kritiken. Gesundheitsminister Salvador Illa teilte dazu mit: Kinder bis 14 Jahre dürfen in Begleitung eines Beziehungsberechtigten auch spazieren gehen und das bereits ab Sonntag, dem 26. April. Dabei solle man sich aber von öffentlichen Parks fernhalten.

Die endgültige Bestätigung der Ausdehnung des „estado de alarma“ bis zum 11. Mai muss aber der spanische Kongress geben.

Darüber hinaus wurde informiert, dass die Lockerung der Einschränkungen je nach Notwendigkeit der jeweiligen Regionen umgesetzt wird.

Seit Beginn der Gesundheitskrise und dem ausgerufenen Notstand hat die Zentralregierung sämtliche Kompetenzen der regionalen Regierungen übernommen. Dennoch soll die stufenweise Aufhebung der Maßnahmen in der Verantwortung der einzelnen autonomen Provinzen liegen.