Laut den Behörden soll ein Impfstoff gegen das Coronavirus rechtzeitig bis Jahresbeginn zur Verfügung stehen. Die erste Periode der Impfung von Risikogruppen soll bereits im Januar 2021 beginnen. 


Rund 175.000 Menschen sollen Anfangs des neuen Jahres den Impfstoff erhalten und bis März eine Immunität entwickelt haben sein. Vorrang haben dabei die Impfung von Risikogruppen, wie der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa mitteilte. 



Der Ministerrat hat den Impf-Plan gegen Covid-19 genehmigt, den Pedro Sánchez am Sonntag vorgeschlagen hatte. Dieser sieht ein gemeinsames Vorgehen mit allen autonomen Gemeinden vor.  Im ganzen Land wird es 13.000 Standorte geben, an denen die Impfung erhältlich ist.

Gefährdete Personen haben Vorrang

Auf der Pressekonferenz erklärte Salvador Illa, der Impfstoff wird kostenlos und freiwillig sein und vom öffentlichen Gesundheitssystem verteilt. Dabei hat die Impfung von Risikogruppen absolute Priorität. Landesweit umfasse dies rund 2,5 Millionen Menschen.

Impfung gegen COvid19

Der Impfstoff wird in drei Phasen verteilt. Die erste wird, mit noch vergleichsweise geringen Mengen, zwischen Januar und März sein. Die zweite folgt zwischen März und Juni und die letzte Phase soll im Juni beginnen.

Es wurden 18 Prioritätsgruppen festgelegt, die auf vier Risikokriterien basieren. Entschieden wurde dabei auf Grundlage wissenschaftlicher, ethischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Parameter. Dem Risiko einer schweren Morbidität (d.h. die Anzahl der Personen, bei denen sich die Krankheit kritisch auswirken könnte)oder Sterblichkeit; der Belastung durch die Krankheit, sozioökonomischen Auswirkungen und der Übertragbarkeit des Virus.

Die ersten Gruppen, die den Impfstoff erhalten, sind daher Bewohner sowie Sozial- und Gesundheitspersonal aus Pflegeheimen. Anschließend die Angestellten des Gesundheitswesens.


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Der Minister betonte, dass der Impfstoff sicher sein werde. Man wird einen speziellen Plan zur Überwachung auf den Weg bringen, „um seine Wirksamkeit und Reaktion zu überprüfen“.

Impfung von Risikogruppen in Katalonien

Die Gesundheitsministerin Alba Vergés gab am Montag bekannt, dass 10 Millionen Spritzen gekauft wurden, um die geplante Impfung von Risikogruppen umzusetzen. Josep Maria Argimon, Sekräter der Gesundheitsbehörde, rechnet damit, dass die ersten geimpften Personen im März 2021 eine Immunität erzeugen werden.

„Die erste Dosen des Impfstoffs werden aller Wahrscheinlichkeit nach vom Pharmakonzern Pfizer kommen“, so Argimon. Von den 50 Millionen Dosen, die dieses Unternehmen bereits hergestellt hat, würde die Hälfte nach Europa gehen, 10% davon nach Spanien. Basierend auf diesen Zahlen schätzt die Behörde, dass es in Katalonien 350.000 Dosen geben wird.

Der Pharmakonzern Pfizer soll den Impfstoff haben

Quellen des Gesundheitsministeriums, zu denen der Sender TV3 Zugang hatte, waren jedoch von diesen Aussagen überrascht. Wie der Fernsehsender berichtete, sind diese Zahlen noch nicht endgültig.

Danach werden die Verteilungskriterien für die autonomen Regionen entsprechend der Gesamtzahl der Bevölkerung und dem Umfang der Risikogruppen festgelegt.