Einkaufen, Schule und Feiertage während der Coronakrise

Irgendwie muss das tägliche Leben gemeistert werden, auch wenn es alles Andere als alltäglich ist. Was passiert mit den Feiertagen? Wie geht es mit den Schulen weiter? Einige Neuigkeiten dieser Tage

Wo kann man kaufen?

Eine hilfreiche Plattform in Zeiten der Corona-Krise gibt es seitens des Verbands der Einzelhändler: Barcelona Comerç hat die Webshopsobertes.barcelona ins Leben gerufen. Auf dieser können die Einwohner Barcelonas die Einrichtungen konsultieren, die trotz der Notstandsmaßnahmen vollständig geöffnet sind oder Online-Verkäufe anbieten.

Die Seite bietet ein Geschäftsverzeichnis, das man nach Kategorien filtern kann und beinhaltet darüber hinaus eine interaktive Karte mit allen geolokalisierten Standorten.

Man findet unter Anderem Weinläden, Drogerien, Zahnärzte, Tabakläden, Apotheken, Obst & Gemüse- und Fischhändler, Schreibwarengeschäfte, Restaurant mit Essen zum Mitnehmen, Supermärkte, Tierärzte und Tierfutterläden, Feinkost und Metzger.

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Neuer Termin für Tag der Verliebten

Neben vielen anderen Feiertagen geht das Coronavirus auch an Kataloniens romantischstem Tag des Jahres nicht spurlos vorbei. Die tausende Blumen- und Bücherstände werden nicht wie gewohnt am 23. April zu Tausenden die Städte und Ortschaften der Region säumen. 

Durch den nach wie vor andauernden Notstand durch die Covid19-Gesundheitskrise muss der Tag der Rosen und der Bücher zu Hause gefeiert werden. Zumindest an seinem offiziellen Datum. Denn ganz darauf verzichten möchte niemand. So haben sich der Verband der Buchhändler und der Floristen gemeinsam mit der Generalitat darauf geeinigt, dass man Sant Jordi dieses Jahr auf den 23. Juli verlegt. 

Im Hinblick auf den Tag im April, an dem dieser Feiertag normalerweise begangen wird, beteiligen sich viele Buchläden am Onlineversand, um zumindest einen Teil des Umsatzes zu retten. Andere wiederum bieten ihren Kunden an, das gewünschte Buch bereits zu kaufen und es abzuholen, wenn es die Situation wieder erlaube.

Galerie: Menschenleeres Barcelona

Schulen 

Seit dem 13. März, dem ersten Tag an dem die Schulen und Universitäten wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht mehr öffneten, mussten insgesamt 1,8 Millionen Schüler und Studenten und rund 100.000 Lehrer und Dozenten zu Hause bleiben. Die spanische Regierung und die autonomen Gemeinschaften haben nun vereinbart, dass das Schuljahr trotz der außergewöhnlichen Umstände nicht über den Juni hinaus verlängert werden soll.

Am gestrigen Dienstag begann offiziell das dritte Trimester. Der Unterricht wird derzeit, so weit, online weitergeführt. “Damit die meisten Schüler das Jahr erfolgreich abschließen und Wiederholungen die Ausnahme sind”, planen die Ministerien jeder Region darüber hinaus Förder- und Nachhilfe-Maßnahmen, kombiniert mit spielerischen Aktivitäten, die auch während der Sommermonate weiterlaufen sollen.

Bisher ist nicht abzusehen, wie es weitergeht, doch hofft der katalanische Bildungsminister Josep Bargalló, dass man die Bildungszentren noch vor dem Tag des Sant Joan wieder öffnen und das Schuljahr in den Klassenzimmern zu Ende geführt werden kann.

Das Schuljahr 2020/21 soll wie geplant am 14. September beginnen. Informationen zu den Einschreibungen wird die Generalitat in den nächsten Tagen veröffentlichen.

Arbeitskalender 2020

Bezüglich der Feiertage im laufenden Jahr bleibt trotz der Umstände aufgrund der Coronavirus-Krise alles unverändert. Laut Aussage des Arbeitsministeriums, bleiben die Feiertage dieselben und es gelten dieselben Regeln: Unabhängig davon, ob von zu Hause oder am regulären Arbeitsplatz gearbeitet wird, haben die Arbeitnehmer das Recht, den Feiertag zu genießen. 

Dies wird somit auch für den nächsten Feiertag gelten. Aufgrund der aktuellen Zahlen im Zusammenhang mit der Gesundheitskrise wird eine erneute Verlängerung des Notstands bis zum 11. Mai immer wahrscheinlicher. Damit würde der 1. Mai in diesen Zeitraum fallen und die Menschen, die diesen Feiertagen nicht genießen können, sondern arbeiten müssen, erhalten die entsprechende Vergütung.