La „Flor de Barcelona“ ist die wohl berühmteste Blume der Stadt. Die Geschichte um die bekanntesten Gehwegplatten der Welt

Ende des 19. Jahrhunderts wurden damit begonnen, in der Stadt Gehwege zu installieren und dabei kleine Platten zu verlegen. Für das Kopfsteinpflaster der Straßen verwendete man Steine des Berges Montjuïc, welches in den 1960er Jahren durch Asphalt ersetzt wurde.

Die die Platten für die Bürgersteige hingegen waren Ziegel aus Zementmörtel von 20 x 20 cm mit ganz verschiedenen Motiven. Dabei wurde das von Josep Puig i Cadafalch entworfene Blumenmotiv allerdings zum Bedeutendsten. 1906 genehmigte der Stadtrat insgesamt fünf Arten von Gehsteigplatten, die ab 1916 von der Firma Escofet hergestellt wurden. 

Heutzutage verwendet man überwiegender Weise nur noch Platten mit vier kleinen Quadraten und die mit der Blume, welche als am Historischsten gilt. Die kleinen Gehwegplatten mit der Blume bestehen aus sogenanntem hydraulischem Zement (Portlandzement, Sand und Wasser) und wurde von Josep Puig i Cadafalch, seines Zeichens Architekt, Historiker und Politiker, ursprünglich einmal für den Innenhof des Hauses Amatller entworfen. 

Zum Souvenir geworden

Aufgrund seines Bekanntheitsgrades findet man das Muster heute auf unzähligen Gegenständen und Souvenirs, wie Schmuck, Taschen, Tassen und sogar Schokolade. Kurios ist, dass die „Blume von Barcelona“ von einem Design aus Bilbao kopiert wurde, wo sie als „Bilbao-Fliese“ bekannt ist.

Wer bei einem Gang über den Passeig de Gràcia, der berühmten Shopping-Meile im Zentrum der Stadt einmal den Blick von den beeindrucken Fassaden abwendet, wird dort Gehwegplatten etdecken, die ein sogar noch schöneres Design haben.

Sie wurden, wie könnte es auch anders sein, von Antoni Gaudi entworfen.

Aufgrund ihrer geringeren Herstellungskosten und ihrer Langlebigkeit wurden jedoch die mit dem Blumenmuster auf den Gehwegen der Stadt verwendet und entwickelten sich mit der Zeit zum einem charakteristischen Teil Barcelonas.