In vier Phasen zur „Normalität“ zurückgekehren: Der Plan mit dem die spanische Regierung die Bestimmungen des Ausnahmezustands wegen der Gesundheitskrise nach und nach reduziert will.
Es wird asymmetrisch und koordiniert“ geschehen und die einzelnen Regionen sollen selbst bestimmen, wie schnell dies geschieht.

In der heutigen Pressekonferenz teilte Regierungschef Sánchez mit, wie man schrittweise zum normalen Leben zurückkehren will. Zuvor hatten die Minister bei einem Treffen einen Plan genehmigt, der vier Phasen beinhaltet. Danach soll noch vor Juli ein normaler Alltag so weit wie möglich wiederhergestellt sein.

Die Zahlen der Pandemie werden die Geschwindigkeit der Reduzierung der Maßnahmen bestimmen, die „nach und nach, asymmetrisch, koordiniert“ und nach Regionen getrennt ablaufen. 

Der spanische Präsident erinnerte in seiner Rede auch an die vielen Todesopfer des Coronavirus. Er kündigte dabei an, „dass man ihnen noch gedenken werde wie sie es verdienen, sobald es die Entwicklung der Gesundheitskrise wieder zulasse.“ 

„Die Gesundheit der Bevölkerung stehe auf dem Weg in eine „neue Normalität im Vordergrund“ stellte Pedro Sánchez klar. Bei der Ausarbeitung der Schritte, auf die sich die Minister am Nachmittag geneinigt einigten, nahm man die Erfahrungen internationaler Experten und Entwicklungen in anderen betroffenen Regionen zu Hilfe.

Wie soll es ablaufen?

Die Notstandsmaßnahmen werden je nach Region separat reduziert. Schrittweise werden wieder Aktivitäten erlaubt sein, doch nur innerhalb der Provinz in der man seinen Wohnsitz hat.

In der ersten Phase, der Phase ZERO, in der sich Spanien derzeit befindet, ist es bereits Kindern unter 14 Jahren erlaubt, wieder aus dem Haus zu gehen. Ebenfalls wird es professionellen Sportlern und Mannschaften gestattet sein, einzeln zu trainieren.

Ab 2. Mai wird es wieder möglich sein, allein spazieren zu gehen bzw Sport zu treiben (die Begleitung von Familienangehörigen ist dabei aber gestattet. Ab Montag den 4. Mai werden Friseure (nur mit Termin) wieder Kunden empfangen können.

alle regeln zum ausgehen ab 2. mai

Während der Phase UNO, beginnend am 11. Mai ist die Rückkehr zu weiteren Aktivitäten, wie die Öffnung kleinerer Geschäfte (unter Einhaltung strikter Sicherheitsregeln) vorgesehen. Restaurants dürfen auf Terrassen (mit einem Limit von 30% der normalen Kapazität) und kleinere Hotel können unter strikten Auflagen wieder Gäste empfangen. Es wird bestimmte Uhrzeiten für Unternehmungen an der frischen Luft für ältere Menschen (über 65 Jahren) geben. Treffen darf man sich dann auch wieder in kleinen Gruppen von Freunden und in Familien, unter der Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen.  

Bildungszentren werden in der Phase DOS (voraussichtlich ab dem 25. Mai) unter bestimmten Auflagen wieder öffnen dürfen. Das neue Schuljahr beginnt aber im September. Ebenso Einrichtungen wie unter anderem Kinos und Theater, jedoch mit einer limitierten Kapazität. Kulturveranstaltungen mit maximal 50 (wenn unter freiem Himmel 400) Personen dürfen wieder stattfinden.

In der für den 8. Juni geplanten fortgeschrittenen Phase TRES wird man sich generell wieder frei bewegen können auch zwischen verschiedenen Provinzen. Die Empfehlung eine Maske zu nutzen und einen Mindestabstand einzuhalten wird jedoch aufrechterhalten. Die exakten Normen werden jeweils von den regionalen Gesundheitsämtern veröffentlicht.

Dabei ist zu beachten, dass der Fortschritt der Maßnahmen-Reduzierung zu jedem Zeitpunkt von der Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus in der jeweiligen Region abhängt, fügte der spanische Präsident am Ende seiner Ansprache hinzu.