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26./27.09.

Aktuelle Meldungen und das Wichtigste des Tages.

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AKTUELL (Quellen: ACN, EFE, EuropaPress)

Verletzte und Schäden durch Wind

Es war weitestgehend sonnig am gestrigen Freitag. Doch die Feuerwehr wurde zu einer Vielzahl von Einsätzen gerufen. Überall in der Stadt sah man umgekippte Motorräder. Windböen von teilweise mehr als 70km/h wurden in manchen Bezirken von Barcelona, und anderen Teilen Kataloniens gemessen. Es gab mehrere Menschen, die wegen herabgestürzten Gegenständen oder Baumteilen in Krankenhäusern behandelt werden mussten. Zum Glück waren aber alle nur leicht verletzt.

Treffen in Gruppen weiter reduziert

Die katalanische Regierung hat den Vorschlag des Zivilschutzes ProciCat angenommen, die Treffen von Gruppen, weiter zu limitieren. Der Grund der meisten Ansteckungen der letzten Wochen waren soziale Aktivitäten. Daher wurden die ausgedehnten Einschränkungen darauf konzentriert. Ab wann die neue Regelung gilt und welche Aktivitäten davon ausgenommen, findet ihr hier zusammengefasst.

PCR-Tests in Katalonien 

Von allen autonomen Regionen in Spanien gehört Katalonien zu den Vorreitern im Bezug auf PCR-Test. Nur in der Comunidad de Madrid wurden bisher etwas mehr Tests durchgeführt. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden seit Beginn der Pandemie von der katalanischen Regierung insgesamt mehr als 1,5 Millionen Menschen auf das Coronavirus getestet. Im Laufe der vergangenen Woche waren es mit 84.225 durchgeführten PCR-Test sogar noch 6% mehr als in der Woche zuvor.

EU-Kredite stehen zur Verfügung

Die Kredite der Europäischen Union um die ERTOs/ERTEs und die Hilfen für die Selbstständigen zu finanzieren, werden “in den nächsten Wochen“ zur Verfügung stehen. So ließ es der Verantwortliche für Wirtschaft der EU-Kommission, Paolo Gentiloni verlauten. Alle Mitgliedstaaten haben zugestimmt, dadruch wird es nun möglich sein, diese Mittel einzusetzen. Spanien wird 21.300 Millionen Euro aus dem europäischen Fond erhalten. Nur Italien wird mit 27.400 Millionen Euro noch mehr gezahlt.

ERTO/ERTE

Nur wenigen Tage, bevor die Regelung der ERTO/ERTE endet (Barcelonalemany berichtete) wird immer noch darüber beraten, wie es weitergehen soll. Die spanische Regierung führt seit Wochen Gespräche mit Gewerkschaften und Arbeitgebervertretern um eine Einigung für eine Verlängerung zu finden. Die Gewerkschaften fordern die Weiterzahlung von 70% des Gehaltes an die Arbeitnehmer die sich nach wie vor in der Zwangspause befinden. Die Arbeitgeber benötigen die Verlängerung dringend, da sonst alle Angestellten am 1. Oktober wieder an ihre Arbeitsplätze gehen und ihr Gehalt erwarten, ob es genug Arbeit gibt oder nicht. Die Regierung hatte wiederholt versprochen, dass man den Angestellten solange helfen werde, wie es nötig ist.

Bleibt die Frage, warum es bisher keine Entscheidung gibt, wenn die drei Parteien am Verhandlungstisch das Gleiche wollen. Scheinbar weiß man nicht, wie es finanziert werden soll. 

Mehr Einschränkungen für Madrid gefordert

Nicht nur die katalanische, sondern auch Vertreter anderer autonomen Regionen und sogar das spanische Gesundheitsminister Salvador Illa haben mit Nachdruck gefordert, dass die Maßnahmen in der Region Madrid verstärkt werden sollten.
Die derzeitige Entwicklung der Pandemie in um die spanische Hauptstadt könnte sich schnell auch andere Gebiete des Landes übergreifen und sich negativ auf die Lage auswirken.

Bisher wurde nur in einzelnen Bezirken die Bewegungsfreiheit der Einwohner eingeschränkt. Die Präsidentin der Comunidad Madrid, Ayuso geht nach wie vor davon aus, dass man die Situation auch ohne weitere Maßnahmen wieder unter Kontrolle bekomme und schließt bisher eine totale Abriegelung bzw. eine Ausgangssperre in der Region aus. Den Einwohnern wird lediglich empfohlen, keine unnötigen Reisen außerhalb von Madrid zu unternehmen.

Vom Unterricht ausgeschlossen

Nach nur zwei Wochen Schule sind es schon mehrere hundert Schülergruppen, die in der gesamten Region wegen einem Covid19-Fall in Quarantäne bleiben müssen. Am Freitag wurden von der Bildungsabteilung der Generalitat 789 Gruppen gemeldet, die in Katalonien davon betroffen sind. In Barcelona sind es insgesamt 163. 2 Schulen sind derzeit komplett geschlossen. In 86% der Schulen der Stadt findet der Unterricht jedoch mit vollständiger Normalität statt. 

In ganz Katalonien sind trotz der betroffenen Einrichtungen 97,6%, an denen ohne Einschränkungen unterrichtet wird.

Einreisebedingungen ändern sich in Deutschland

Laut dem Auswärtigen Amt werden sich die Bestimmungen bei Einreise in die Bundesrepublik aus einem Risikogebiet ändern. Anfänglich sollte dies ab dem 1. Oktober gelten, jetzt wurde es auf den 15. Oktober verlegt. Man wird in Deutschland zunächst für 5 Tage in Quarantäne müssen und erst danach kann man sich auf das Coronavirus testen lassen. Wenn dieser Test ein negatives Ergebnis hat, darf die Quarantäne verlassen werden.

WEITERE MELDUNGEN

Fahrverbote in Barcelona

Ab heute werden Bußgelder fällig. Zumindest für Fahrzeuge, die unerlaubt in der Stadt unterwegs sind. Die Fahrverbote in der „Zone der geringen Abgaswerte“ (Zona de baixes emissions ZBE) werden ab dem 15. September bei Nichtbeachtung auch geahndet. Durch die Gesundheitskrise aufgrund des Coronavirus wurde die endgültige Einführung der neuen Regelung zum Umweltschutz um einige Monate verschoben. Welche Modelle noch fahren dürfen, welche Ausnahmen es gibt und wo man die Umweltplakette erhält, lest ihr hier!


Rauchen in der Öffentlichkeit

Seit Dienstag ist das Rauchen im Freien untersagt. Was bereits in den landesweit verschärften Regelungen im Rahmen der Anti-Covid19-Maßnahmen angekündigt wurde, gilt nun seit heute auch in Katalonien. Die Generalitat wollte sich noch am Wochenende nicht auf ein genaues Datum festlegen wollen. Doch am Morgen des heutigen Dienstags wurde im DOGC veröffentlicht, dass in sämtlichen öffentlichen Bereichen nicht mehr geraucht werden darf, wenn ein Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern nicht gewährleistet werden kann. Die Regelung umfasst sonstige „Rauch-Geräte“ wie zum Beispiel E-Zigaretten.


Strand erlaubt oder nicht?

Viele Bürger hatten Zweifel, ob es möglich ist, mit den neuen Einschränkungen an den Strand in Barcelona zu gehen. Daraufhin hat die Generalitat die neuen Vorschriften zur Bekämpfung von neuen Coronavirus-Ansteckungen etwas genauer festgelegt. 

Die Vorschriften sehen keine dauerhafte Sperrung von Stränden vor. Empfohlen wird jedoch, dass die Stadtverwaltungen „die Kontrollen der Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen verstärkt und zu hohe Besucherzahlen verhindert. Die Sicherheitsabstände zwischen Personen müssen unbedingt gewährleistet sein und die Strände sollten nur mit Menschen besucht werden, mit den man im gleichen Haushalt zusammenlebt“, sagte ein Sprecher der Generalitat.


Online-Anfragen beim Arzt

Aktuell ist es nicht möglich, wie üblich einen Termin beim Arzt direkt selbst auszuwählen.

Nach Eingabe der Krankenversicherungsnummer gelangt man nicht wie sonst in den Übersichtsbildschirm. Derzeit erscheint dort lediglich ein Textfeld, in dem der Grund des gewünschten Termins eintragen werden muss. bzw. man Fragen stellen kann. Nach kurzer Zeit wird man dann zwecks Terminabsprache telefonisch kontaktiert.

Anmeldeseite beim CAP (www.ics.gencat.cat)


So sollen derzeit die Besuche in den Ärztezentren kanalisiert und auf dringende Fälle reduziert werden. Das Gesundheitsamt berät darüber, diese Verwaltung der Termin auch dauerhaft anzuwenden.